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Waldmuseum – Inhalte

1. Waldentwicklung

Der Wald ist abhängig von seiner Umwelt. Boden und Klima bestimmen seine Pflanzen- und Tierarten. Sehr schnell und nachhaltig kann der Mensch dieses Gleichgewicht stören und verändern.

Versteinerte Wälder: Holz und Stein
Versteinertes Holz entsteht unter Luftabschluss durch Einwanderung von Mineralien, die die ursprünglichen Pflanzengewebe ersetzen.

Die Waldentwicklung: mal tropisch – mal eiskalt
Das heutige Waldbild ist die Folge einer Entwicklung, deren Anfang in frühere Erdzeitalter zurückreicht. Daher werden zum Verständnis des heutigen Waldaufbaues und insbesondere der vom Menschen unbeeinflussten natürlichen Waldgesellschaften die großen Entwicklungslinien angedeutet.

Von der Römerzeit bis zur Gegenwart
Im Herrschaftsgebiet der Römer war das Land schon so dicht besiedelt, dass der Wald auf ¼ der Landesfläche gerodet war. Die rechtsrheinische Seite war während dieser Zeit verhältnismäßig frei von Besiedlung. So mag der Wald hier während der Römerzeit wieder in die vorher besiedelten, jetzt aber siedlungsleeren Räume vorgedrungen sein.

Heidediorama
Die Heide ist ein künstlicher Biotop, ein Naturwunder aus Menschenhand. Die Tierwelt der Heide ist besonders reizvoll. Der populärste Bewohner der Heide ist das Birkhuhn, es lebt auf offenen Heide- und Moorflächen. Durch Aufforstung wird sein Lebensraum immer kleiner.

2. Der Waldboden

Im Waldboden haben die Pflanzen ihre Wurzeln. Aus ihm beziehen sie alle Stoffe, die sie zum Leben und Wachsen brauchen. Von den Pflanzen leben die Tiere. Wenn Pflanzen und Tiere sterben werden sie von unzähligen Kleinlebewesen zersetzt, bis sie zu Waldboden werden. Alles, was im Wald wächst und lebt, ist in diesen Kreislauf einbezogen.

Gesunder Waldboden; kranker Waldboden; verarmter Waldboden

3. Waldzonen der Erde

Alle Waldtypen, die es ehemals in der Kölner Bucht gab, finden wir heute noch auf unserer Erde.

Nördliche Nadelwälder; sommergrüne Laubwälder; Hartlaubwälder; Savannen; Trockenwälder; Tropische Regenwälder
Das Waldkleid der Erde ist sehr ungleichmäßig verteilt. Etwa 80% der Gesamtwaldfläche der Erde bilden zwei gewaltige Waldgürtel. Es sind die Nadelwälder der Nordhalbkugel und die Regenwälder der Tropen.

4. Die Waldgesellschaften

In prähistorischer Zeit wechselte und vertiefte der Rhein mehrmals sein Bett. Es entstanden Flussterrassen: die Haupt-, Mittel- und Niederterrasse. Die rechtsrheinischen Kölner Stadtwälder stehen überwiegend auf der Mittelterrasse, teilweise auf der Niederterasse.

Wald ist mehr als lauter Bäume
Die natürliche Waldgesellschaft der Niederterrasse ist überwiegend gekennzeichnet durch den Maiglöckchen-Perlgras-Buchenwald. Einer der ganz wenigen naturnahen Buchenwaldrestbestände auf der Niederterrasse des Rheins wie auch der Niederrheinischen Bucht überhaupt, ist das Gremberger Wäldchen.

5. Jahresringdatierung

Den jährlichen Dickenzuwachs eines Baumes nennt man Jahresring. Je nach Witterung ist er unterschiedlich breit. Überträgt man die Jahresringbreiten in eine grafische Darstellung, so ergibt sich eine Kurve, die den Klimaablauf zu Lebzeiten des Baumes widerspiegelt und deren Rhythmus sich nie wiederholt.

6. Der Baum

Im Splintholz des Stammes wird das durch die Wurzeln aufgenommene Wasser in die Krone geleitet. In der inneren Rinde werden die Nährstoffe transportiert. Die Keimschicht ist die Wachstumszone des Baumes. In den Blättern werden mit Hilfe des Blattgrüns und des Sonnenlichtes aus Wasser und Bestandteilen der Luft Nährstoffe gebildet. Dabei wird der für Mensch und Tier lebensnotwendige Sauerstoff freigesetzt.

7. Pilze

Pilze wachsen auf lebenden oder faulenden Pflanzenteilen, denen sie mit ihren wurzelförmigen Pilzfäden Nährstoffe entziehen. Das Mycel ist der eigentliche Pilz. Die uns vertrauten Hutpilze sind die Sporen tragenden Fruchtkörper. Die Sporen dienen der Fortpflanzung. Aus ihnen entwickeln sich neue Pilzfäden.

8. Tiere des Waldes

Jedes Tier braucht zum Überleben einen besonderen Lebensraum. Ein naturnaher Wald mit Kraut-, Strauch- und Kronenschicht bietet viele verschiedene Lebensräume. Nur hier können sich unsere heimischen Waldtiere voll entfalten.