Studienreise

HDW-Studienreise 2017

28.-31.05.2017 – Studienreise ins Elsass

Auch im Jahr 2017 lädt der Freundeskreis Haus des Waldes Köln e.V. mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Köln e.V. zu einer Studienreise ins Elsass ein. Besucht werden u.a. Straßburg und Colmar, die Wälder am Odilienberg und das Ecomuseum bei Mühlhausen. Wieder soll eine Mischung aus Natureindrücken, Museumsbesuchen und Stadtrundgängen ein den Erfahrungen unserer Mitglieder, Ehrenamtlichen und Freunde entsprechendes Bild des Reiseziels geben. Es bleibt aber auch Zeit für geselliges Beisammensein und für eigene Erkundungen.

Reiseleitung: Max Wolters

Reiseanmeldung: Conti-Reisen GmbH, Adalbertstr. 9, 51103 Köln,

Tel.: 0221/801052-0, http://reisefinder.conti-reisen.de

 

HDW-Studienreise 2016

09.06.-12.06.2016 in das „Hohenloher Land“

Zwischen Württemberg im Westen, dem Ansbachischen im Osten, dem Fürstbistum Würzburg im Norden und den Wittelsbachischen Landen im Süden erstreckt sich eine Landschaft, die einst Heimat einer Reihe von Haupt- und Nebenlinien des Fürstenhauses Hohenlohe war – das Hohenloher Land.

Reiseleitung: Max Wolters

Reiseanmeldung: Conti-Reisen GmbH, Adalbertstr. 9, 51103 Köln,

Tel.: 0221/801052-0, http://reisefinder.conti-reisen.de

 

HDW/SDW Studienreise 2015

28.05.-31.05.2015 nach Südengland

Die Studienreise führt in die Grafschaften Sussex, Kent und Surrey. Die malerischen Landschaften Südenglands sind besonders reich an Historie und Kultur. Beeindruckend sind die vielfältig gestalteten englischen Gärten und Parks, die die Liebe zur Natur der Engländer widerspiegeln. Besucht werden berühmte und weniger bekannte Stätten, vor allem Besitztümer und Projekte des National Trust: Historische Wohnhäuser, mittelalterliche Burgen, wunderbar restaurierte Landsitze und last but not least: Gartenanlagen, die zur Reisezeit in voller Blüte stehen.

Reiseleitung: Max Wolters

Reiseanmeldung: Conti-Reisen GmbH, Adalbertstr. 9, 51103 Köln, Tel.: 0221/801052-0, Anmeldeschluss: 28.01.2015

 

HDW/SDW Studienreise 2014

22.05. – 25.05.2014 in das Maastal

Namur, Dinant und verborgene Schätze im Maastal

Fachreiseleitung: Max Wolters, Historiker und Museumskurator

Belgien ist eines der kunstreichsten Länder Europas, sein gebirgiger Osten ist sehr waldreich. Der kleine Staat ist in zweifacher Weise föderativ organisiert, zum einen gibt es die flämischen, wallonischen und Brüsseler Regionalregierungen, zum anderen die kulturell autonomen Sprachgruppen niederländischer, französischer und deutscher Zunge. Beginnen wird die Reise im östlichen Raum der Euregio, in Aachen, wo Sie den ausgedehnten Aachener Stadtwald kennenlernen werden. Entdecken Sie auf dieser Reise auch die verborgenen Schätze des Maastals sowie die Barockstadt Namur, die Sie mit ihrer historischen Altstadt willkommen heißt. Dinant mit seiner imposanten Zitadelle sowie die Wassergärten von Annevoie und die barocke Gartenanlage von Freyr stehen ebenfalls auf dem Programm. Bei dem Besuch der Abtei Maredsous und des Schlosses Modave begegnen Ihnen weitere kulturelle Kleinode.

Buchungen über Conti-Reisen, Reiseanmeldung per Fax: 0221/80195270; Internet http://reisefinder.conti-reisen.de

 


HDW/SDW – Studienreise 2012

25. – 28.5.2012 in die Rhön

Vier Tage ging es über Pfingsten zur alljährlichen Studienreise von Freundeskreis Haus des Waldes e.V. und Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Köln e.V. nach Hessen. Im Mittelpunkt standen die Landschaften der Hessischen Senke, des Vogelsbergs und der Rhön. Gemeinsames Thema: “Wie der Mensch seine Landschaft gestaltet.”

Erstes Ziel der Reise war das Keltenmuseum am Glauberg nahe Büdingen, wo vor 20 Jahren unterhalb einer eisenzeitlichen Höhenburg eine Grab- und Kultstätte der Kelten entdeckt worden war. Die Kelten beherrschten als erste in Mitteleuropa die Eisenherstellung. Hierzu nutzten sie, wie ihre Nachfahren bis weit in die Neuzeit hinein, die Wälder zur Holzkohleherstellung und veränderten damit dauerhaft deren Gesicht. Nach einer Pause im anschaulichen Büdingen ging es über Heiden, Lichtungen und Wald durch das Massiv des Vogelsberges, einem Schildvulkan aus Basalt nach Fulda. Dort stand neben Architektur und Naturverständnis der Barockzeit auch der Hofgarten im Mittelpunkt, eine formale Anlage des 18. Jahrhunderts, die im 19. Jahrhundert zu einem Landschaftspark nach englischem Vorbild umgestaltet worden war und 1992 zum Teil wieder in den barocken Ausgangszustand zurückentwickelt wurde.

Bad Brückenau

An der höchsten Erhebung der Rhön, der Wasserkuppe, lernte die Gruppe Details zur Naturgeschichte dieser vielgestaltigen Mittelgebirgslandschaft kennen. Kontraste waren am Pfingstsonntag rund um den Kreuzberg zu sehen: Heiden und Feuchtgebiete neben einst zur Holzkohle- und Stangenherstellung dienendem Niederwald und Fichtenkulturen. In Bad Brückenau, einem Kurort mit Wurzeln im 18. Jahrhundert, wurde der Gebäudekomplex des bayerischen Staatsbades aus der Biedermeierzeit in einen Landschaftspark integriert, dessen Mittelpunkt immer noch die formale Anlage der Rokokozeit ist. Am Pfingstmontag zeigte die bedeutende Fachwerkstadt Alsfeld, was der Mensch mit Holz gestalten kann. In Londorf begegnete die Kölner Gruppe nicht nur dem Ursprung der Basaltlava, mit der seit 65 Jahren die Kriegs- und Umweltschäden am Dom repariert werden, sondern auch einer verwunschen wirkenden Parkanlage, in der zur Zeit das Lyrikprojekt “Stock und Hut – Gedankengut” beheimatet ist. Den Abschluss bildete ein Besuch in Amöneburg, einem Städtchen am Westrand der hessischen Senke, das sich verwunschen wie eine Märchenstadt auf einem Vulkankegel hoch über einer Beckenlandschaft erhebt.

 


HDW/SDW – Studienreise 2011

02. – 05.06.2011 an den Oberen Neckar

Nach zweijähriger Unterbrechung konnte die Reihe der gemeinsamen Studienreisen vom Freundeskreis Haus des Waldes und der Schutzgemeinschaft fortgesetzt werden. Für erfahrene Mitreisende gab es einige Änderungen: Veranstalter dieser 29. Studienreise war dieses Mal das Kölner Studienreise-Unternehmen CONTI-Reisen; statt Übernachtung mit Frühstück wurde Halbpension gebucht; die Planung und Leitung der Reise lag nunmehr in den Händen von Max Wolters.

Den Anstoß für die neue Reise gab eine Anregung des Freundeskreis-Vorsitzenden Peter Müllejans: “Herr Wolters, machen Sie doch mal was rund um das Landwirtschaftsmuseum Hohenheim, das ist eine ganz tolle Einrichtung!” Die Idee wurde in vielen Gesprächen ausgebaut und das besondere forstliche Ziel lag dann auch im wahren Sinn des Wortes nahe, denn südlich von Stuttgart-Hohenheim liegt einer der bedeutendsten und zugleich am wenigsten bekannten Naturschätze Deutschlands: der Schönbuch.

Eine Führung durch den Museumsleiter Dr. Klaus Hermann erschloss eine der umfangreichsten Sammlungen von landwirtschaftlichen Geräten der Welt. So gab es nicht nur gleich drei Lokomobile (riesige Dampfmaschinen für die Landwirtschaft) aus dem 19. Jahrhundert zu sehen, sondern auch Dieseltraktoren dazu aber auch modernste, monströs große Claas-Traktoren, die trotz aller Größe in der Lage sind, selbst Regenwürmer zu schonen. Die Gruppe lernte auch die Versuchsgärtnerei der Universität und deren Botanischen Garten kennen, mit einigen riesigen alte Baumexemplaren. Das Hotel “Hasen” in Herrenberg bot für die nächsten Tage Quartier. Herrenberg ist ein Städtchen am Südrand des Schönbuchs, mit mittelalterlichem Grundriss barockzeitlicher Architektur.
Der Freitag war dem Schönbuch, einer der bedeutendsten Waldlandschaften Deutschlands gewidmet. Auf dem Bergrücken nördlich des “Siebenmühlentales” begegnete die Gruppe artenreichen, gut gestuften Laubmischwäldern, darin eingesprengt einzelne Fichtenforste. Angesichts immer noch deutlicher alter Sturmschäden durch Orkan “Wiebke” und Schäden aus der jüngsten Vergangenheit, ließ sich belegen, wie wesentlich eine gute Mischung der Arten und Altersklassen für ein Überleben der Wälder ist. Deutlich waren auch die Kontraste zwischen den von einem reichhaltigen Unterwuchs geprägten Mischwäldern, die bis zum Waldboden Licht erhalten, und den selbst an einem Junitag noch finsteren Fichtenforsten.
Mitten im Wald dann auch Zeugnisse längst vergangener Zeiten, Grabhügel aus der Bronzezeit, die dadurch vor Zerstörung bewahrt blieben, dass der Schönbuch seit dem 1. Jahrtausend v. Chr. durchgehend bewaldet war und die Pflüge der Bauern den Hügeln somit nichts anhaben konnten.

Dem geologischen Untergrund war der zweite Exkursionsteil gewidmet: Entlang des Kirnbachs zeigt ein “Geopfad” die geologische Entwicklung vor ca. 200 Millionen Jahren auf, als die Gesteine des Schönbuchs entstanden. Er lässt auch die Bedeutung des Untergrunds für die jeweiligen Waldlandschaften deutlich werden. Umgeben von weitgehend unbeschädigten Laubmischwäldern lag oberhalb des Tals eine mehrere Hektar große, verwüstete Fläche, auf der zum Orkan “Wiebke” ein Fichtenforst stand. Daneben dann ein verwunschen wirkender Wald, der “Olgahain”, benannt nach Königin Olga von Württemberg. Durchzogen von Wegen und Stufen aus den natürlich anstehenden Kalkplatten aus den Ablagerungen der Keuperzeit bietet sich ein Bild von alten Baumriesen inmitten eines natürlich gestuften dichten Laubwaldes.
Am nördlichen Albrand ging es südlich von Balingen über viele Haarnadelkurven 500 Höhenmeter aufwärts bis zum Lochenstein. Ein Wanderweg führt hier an Kalkmagerrasen mit eingesprengten Feuchtbiotopen vorbei zu einem alten Niederwaldgebiet. Kalkmagerrasen sind ebenso wie unsere Heiden ein Produkt der Übernutzung von Wäldern durch den Menschen. Einer übermäßigen Holznutzung folgte starke Beweidung, so dass auch der Nachwuchs der Bäume weggefressen wurde. Was blieb sind widerstandsfähige Gräser und Kräuter, darunter auch seltene Orchideen. Wie unsere Heidegebiete erhalten auch diese Flächen ihren biologischen Wert durch die Tatsache, dass auf ihnen Pflanzen und Tiere eine Heimat finden können, die nirgendwo sonst ausreichenden Lebensraum finden können. Gleiches gilt auch für die auf den Hängen befindlichen Niederwälder. Diese an Buschland erinnernde Waldlandschaft bietet wiederum einer Vielzahl von Kleintieren Schutz, die in anderen Bereichen zu wenig Deckung haben. Um diese besonderen Biotope zu erhalten bedarf es regelmäßiger Pflege, die Gruppe konnte sich selbst überzeugen, wie Schafherden die Magerrasenflächen weiter offen halten.
Zwei für die mittelalterliche Landesentwicklung bedeutsame Klosteranlagen des Zisterzienserordens wurden ebenfalls besucht: Bebenhausen und Maulbronn. Da die Zisterzienser erheblichen Anteil an der Erschließung der Waldgebiete und der Verbreitung neuer Techniken, z.B. im Landbau und in der Fischzucht des Mittelalters hatten, wurde ihnen bei dieser Exkursion in eine historische Waldlandschaft besonderes Augenmerk geschenkt. Besichtigt wurden auch die alte Universitätsstadt Tübingen und das einst zur Eidgenossenschaft gehörige Rottweil, Baden-Württembergs älteste Stadt sowie die Burg Hohenzollern. Wir freuen uns, wenn Ihnen dieser Bericht über die Studienreise gefallen hat.