Baum des Jahres

Tag des Baumes

Die Allee der Jahresbäume im Erholungsgebiet Gut Leidenhausen

 

Der “Baum des Jahres” wird zum Herbst eines jeden Jahres von dem Kuratorium “Baum des Jahres” der Dr. Silvius Wodarz Stiftung ausgerufen. www.baum-des-jahres.de

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Köln e.V. hat in Zusammenarbeit mit der Forstverwaltung der Stadt Köln im Erholungsgebiet Gut Leidenhausen die Allee der Jahresbäume angelegt. Dort sind alle bisher als Baum des Jahres gewählten Baumarten angepflanzt. In jedem Jahr wird am 25-. April, dem Tag des Baumes die jeweilige Baumart des “Baum des Jahres” gemeinsam gepflanzt.

 

 

Baum des Jahres 2021 – Die Stechpalme

“Seit Urzeiten in Europa beheimatet, hat Ilex aquifolia es aufgrund klimatischer Veränderungen geschafft, sich neue Lebensräume in Skandinavien und Polen zu erschließen. Da sie häufig im Unterholz schattiger Laubwälder als Strauch wächst, ist ihre wirtschaftliche Nutzung weitgehend unbedeutend. Als Teil der heimischen Flora bildet sie aber einen wertvollen Baustein der Biodiversität unserer Wälder” Pressemitteilung Baum des Jahres – Dr. Silvius Wodarz Stiftung

Pressemitteilung BDJ: Der Ilex

 

Baum des Jahres 2020 – Die Robinie

Die „Gewöhnliche Robinie“, kurz Robinie genannt, wird landläufig auch als falsche Akazie bezeichnet, dabei ist sie mit den Akazien nicht besonders nah verwandt – sie ähneln sich lediglich in der Form der gefiederten Blätter und Dornen. Die Robinie ist ein Baum, der ursprünglich im atlantischen Nordamerika beheimatet ist. Dort wächst sie als Pionierpflanze in Laubmischwäldern auf mäßig nährstoffreichen Sand- und Lehmböden in Höhen von bis zu 1600 Metern. Wegen ihrer attraktiven Blütenstände und gefiederten Blätter kam die Robinie im Jahr 1601 als Ziergehölz nach Europa bzw. zunächst nach Frankreich. Erste Nachweise für einen Anbau in Deutschland liegen für das Jahr 1670 vor, wo man sie im Berliner Lustgarten anpflanzte. Aufgrund ihrer Einführung nach 1492 zählt die Robinie in Europa zu den Neophyten.

Pressemittelung SDW: Die Robinie

 

Baum des Jahres 2019 – Die Flatterulme

Die bis zu 35 Meter hohe Flatterulme ist von den drei in Mitteleuropa heimischen Ulmenarten die  wohl am wenigsten bekannte. Erkennbar ist sie – wie alle Ulmen – an den asymmetrischen Blättern. Die Flatterulme ist ein Baum der Flußauen und feuchter Standorte der planaren bis collinen Stufe. Ihr heutiges Hauptverbreitungsgebiet ist das kontinentalere Europa.

Den amüsant klingenden Namen Flatter-Ulme verdankt diese Baumart ihren kleinen, in Büscheln an den Zweigen hängenden Blüten und Früchten. Diese sind, anders als bei den anderen beiden Ulmenarten, deutlich lang gestielt und „flattern“ deshalb im Wind. Vom „Ulmensterben“ ist die Flatterulme deutlich weniger betroffen als die beiden anderen Ulmenarten.

Infoblatt SDW: Die Flatterulme

 

Baum des Jahres 2018 – Die Esskastanie

Ökologisch wertvoll und für den Klimawandel geeignet, die Edelkastanie, bekannter unter dem Namen Esskastanie. Geliebt wird sie vor allem wegen ihrer stärkereichen und glutenfreien Früchte, bekannt als Maronen. Sie ist nicht verwandt mit der Rosskastanie, sondern gehört zu den Buchengewächsen und wurde mindestens seit der Römerzeit in Deutschland kultiviert. In Deutschland gibt es die größten Vorkommen im südwestdeutschen Raum in den klimatisch bevorzugten Weinbauregionen. Zu nennen sind hier der Taunus, die Vorderpfalz, die Ortenau, die Bergstraße, der Rheingau, die Moselgebiete und auch der Untermain.

Solitär oder in Gruppen in Parks und Gärten, Hainen und Wäldchen ist sie bundesweit zu finden. Lichte Wälder mit Edelkastanien sind wegen ihrer Strukturvielfalt wertvolle Lebensräume. Im vergangenen Jahrhundert wurde die Esskastanie durch einen eingeschleppten Pilz vor allem in Südeuropa dezimiert. Durch erfolgreiche biologische Bekämpfung erholt sie sich deutlich. Die Edelkastanie wird in unseren Wäldern als klimatoleranter Baum in Zukunft eine deutlich größere Rolle spielen. Auszug aus Pressemitteilung SDW

 

Baum des Jahres 2017 – Die Fichte

Über keinen anderen heimischen Baum wird so viel gestritten wie über die Fichte. Geschätzt als wichtigste Einkommensquelle wird die Fichte von Befürwortern der Artenvielfalt geschmäht. Die Fichte ist mit 26 Prozent die häufigste Baumart Deutschlands. Aufgrund der vielseitigen Verwendbarkeit des Holzes (Papier, Bauholz) ist die Fichte weiterhin der Brotbaum der Forstwirtschaft. Ca. 90 % der Erträge aus der Holzernte kommen aus dem Verkauf der Fichte.

Kulturgeschichtlich ist die Fichte eng mit uns verbunden. Die einfachsten und gröbsten Gegenstände vom Kochlöffel bis zum Dachstuhl sind aus Fichte, aber auch die wertvollsten: Das Deckenholz der berühmten Stradivari-Geigen (1648-1737) ist aus Fichtenholz mit besonders engen Jahrringen gefertigt. Für Cellos und Gitarren wird heute noch Fichte verwendet. Auch war sie eine Zeit lang der beliebteste Weihnachtsbaum; als Maibaum wird sie weiterhin verwendet.

Infoblatt SDW: Die Fichte

 

Baum des Jahres 2016 – Die Winterlinde

Um die Winterlinde ranken sich viele Lieder, Gedichte und Geschichten. Als Hof- und Dorflinde ist sie ein beliebter Baum bei den Deutschen und die Bienen lieben sie wegen des Nektars. Lindenblüten werden als Tee und Arzneimittel verwendet. Und auch im Wald wird der neue Baum des Jahres inden letzten Jahren wieder vermehrt angebaut. Im allgemeinen Sprachgebrauch spricht man nur von der Linde. Wenige wissen, dass es in Deutschland neben der Winterlinde auch die Sommerlindegibt und kaum einer weiß, wie man sie unterscheidet.

Aber nicht nur als Einzelbaum macht die Winterlinde eine gute Figur. In der Forstwirtschaft wird sie gerne und in letzter Zeit verstärkt als Mischbaumarteingesetzt. Ihr Laub zersetzt sich rasch und liefert Nachschub für die Nährstoffe. Größere Winterlinden-Vorkommen  findet  man  u.a im  Kottenforst bei  Bonn.

Infoblatt SDW: Die Linde

 

Baum des Jahres 2015 – Der Feldahorn

Der Feldahorn, auch Maßholder genannt hat eine große Bedeutung für die Artenvielfalt in der Landschaft und wegen seiner Toleranz gegenüber Trockenheit und Umweltbelastung ist er zudem hervorragend geeignet für die Durchgrünung unserer Städte. Auch im Zusammenhang mit dem Klimawandel wird er künftig mehr Beachtung finden.

Der Feldahorn kommt in Deutschland vor allem an Wald- und Wegrändern
oder in Feldgehölzen vor, wo ihm andere Baumarten eine Chance lassen.
Seine Blätter sind kleiner als die des Berg- und Spitzahorns. Im Wald hat er
meist keine Chance, da er gegen wuchskräftigere Baumarten wie die Buche nicht bestehen kann. Der Feldahorn wächst häufig strauchartig und weist meist eine Höhe von 10 bis 15 Metern auf. Seine Anpflanzung entlang von Wegen und Feldern ist für viele Tierarten eine wichtige Vernetzung in der ausgeräumten Landschaft.

Pressemitteilung SDW: Der Feldahorn

 

Baum des Jahres 2014 – Die Traubeneiche

Sie ist gemeinsam mit der Stieleiche und der selteneren Flaumeiche eine der heimischen Eichenarten. Ihr wertvolles Holz und die Bedeutung der Früchte für die Schweinemast haben dafür gesorgt, dass sie in früheren Jahren vom Menschen gefördert wurde. Alte Eichenwälder spielen für viele Tier- und Pilzarten eine wichtige Rolle. Als Baumart des trockeneren Hügel- und tieferen Berglandes hat sie auch in Zeiten des Klimawandels gute Chancen, in Zukunft hier zu wachsen. Von der Stieleiche ist sie durch die in Trauben hängenden Früchten (daher der Name) und den Blättern zu unterscheiden. Die Bäume können bis zu 1.000 Jahre als werden und gelten als Symbol für Kraft und Dauerhaftigkeit. Weitere Informationen unter www.sdw.de

Plakat SDW: Die Traubeneiche

 

Baum des Jahres 2013 – Der Wild-Apfel

Der Wildapfel ist eine der Urformen der heutigen Kulturapfelsorten. Der auch Holzapfel genannte Baum ist heute sehr selten. Seine Früchte sind sehr klein und auch im reifen Zustand sehr sauer. Früher kochte man aus den Früchten Tee, um die fiebersenkende und erkältungshemmende Wirkung zu nutzen. Auch wenn er wirtschaftlich keine Rolle spielt, ist er für die Ökologie zur Bereicherung der Artenvielfalt von Waldrändern von großer Bedeutung.

Mehrere Exemplare des Wildapfels, sowie weitere Wildobstarten,  können im Obstmuseum Gut Leidenhausen besichtigt werden. weitere Informationen und Poster unter www.sdw.de

 

Baum des Jahres 2012 – Lärche

Plakat SDW: Die Lärche

 

Steckbrief der Lärche:  
  
Familie:Kieferngewächse
Höchstalter:bis 600 (-800) Jahre
Baumhöhe:bis 45m
Durchmesser: bis 200cm
Verwendung:Fenster, Türen, Schindeln, Möbel, Erd-,Schiffs- und Wasserarbeiten
  

 

Vorherige Bäume des Jahres

Die hier aufgeführten Jahresbäume können im Erholungsgebiet Leidenhausen in Form einer “Allee der Jahresbäume” besichtigt werden.

Bäume der vergangenen Jahre (1989 bis heute)

JahrArtBotanischer Name
2012Europäische LärcheLarix decidua
2011ElsbeereSorbus torminalis L.
2010Vogelkirsche Prunus avium L.
2009BergahornAcer pseudoplatanus L.
2008WalnussJuglans regia L.
2007WaldkieferPinus sylvestris L.
2006SchwarzpappelPopulus nigra L.
2005RosskastanieAesculus hippocastanum L.
2004WeißtanneAbies alba MILL
2003SchwarzerleAlnus glutinosa L.
2002WacholderJuniperus communis L.
2001EscheFraxinus excelsior L.
2000SandbirkeBetula pendula Roth
1999SilberweideSalix alba L.
1998WildbirnePyrus communis L.
1997EberescheSorbus aucuparia
1996HainbucheCarpinus betulus L.
1995SpitzahornAcer platanoides L.
1994EibeTaxus baccata L.
1993SpeierlingSorbus domestica L.
1992BergulmeUlmus glabra Huds. emend. Moss
1991SommerlindeTilia platyphyllos Scop.
1990RotbucheFagus sylvatica L.
1989StieleicheQuercus robur L.