Waldschule Köln

Waldschule Köln

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Die
„Waldschule/Köln“
der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Köln e.V. wird als offizielles Projekt der „UN-Dekade Biologische Vielfalt” ausgezeichnet

Die Vereinten Nationen haben das Jahrzehnt von 2011 bis 2020 als UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgerufen. Die Dekade soll die Umsetzung des UN-Übereinkommens von 1992 unterstützen. Ziel ist es, den weltweiten Rückgang der biologischen Vielfalt aufzuhalten. Dazu soll auch das gesellschaftliche Bewusstsein gefördert werden. Genau hier setzt die deutsche UN-Dekade an: Sie möchte mehr Menschen für die Erhaltung der biologischen Vielfalt, unserer natürlichen Lebensgrundlage, gewinnen. Ein Schwerpunkt ist daher die Auszeichnung von vorbildlichen Projekten. Die Mitwirkenden setzen sich für die biologische Vielfalt ein, indem sie sie schützen, nachhaltig nutzen oder ihren Wert vermitteln.

Das Projekt „Waldschule Köln“ wurde am 04.02.2015 ausgezeichnet. Die Kernaufgaben der Waldschule liegen in der nachhaltigen Vermittlung von Wissen und Werten über die Vielfalt der belebten Natur und dem daraus resultierenden Bedarf die Umwelt zu schützen. Grundlagen der Ökologie und des Umweltschutzes werden durch den direkten Kontakt mit Lebewesen erarbeitet. (Nur das, was wir kennen und lieben gelernt haben, wollen wir auch schützen!)

Mit diesem vorbildlichen Projekt wird ein bedeutendes Zeichen für das Engagement für die biologische Vielfalt in Deutschland gesetzt. Dieser Einsatz hat die Juroren und Jurorinnen des UN-Dekade-Wettbewerbs sehr beeindruckt. „Ich freue mich ganz besonders, dass ich mit der Waldschule Köln einen echten und sehr erfolgreichen Pionier als UN-Dekade Projekt auszeichnen kann. Die Waldschule war bei ihrer Gründung die erste Einrichtung ihrer Art in Deutschland und hat neue, erfolgreiche Wege beschritten, Kindern – in und für die Großstadt Klön -  intensive Walderlebnisse zu ermöglichen und  für die Natur, den Wald und unsere Kulturlandschaft sowie die  biologische Vielfalt zu begeistern. Sie hat sich einen ganz besonderen Bildungsauftrag gegeben, denn sie arbeitet mit Menschen, um etwas für die Natur zu erreichen. Der Ansatz der Waldschule trägt in besonderer Weise dazu bei, dass sich in unserer Bevölkerung Menschen auch künftig verantwortungsvoll für Natur und Umwelt einsetzen und Verständnis aufbringen, damit unsere vielfältige Kulturlandschaft erhalten und sorgsam weiterentwickelt werden kann.“ Thomas Muchow

Jochen Ott, Frank küchenhoff und Peter Müllejans nehmen die auszeichnung von Thomas Muchow entgegen.

Jochen Ott, Frank Küchenhoff und Peter Müllejans nehmen die Auszeichnung von Thomas Muchow entgegen.

 

Biologische Vielfalt

Biologische Vielfalt ist alles, was zur Vielfalt der belebten Natur beiträgt: Arten von Tieren, Pflanzen, Pilzen und Mikroorganismen – einschließlich der Wechselwirkungen zur unbelebten Umwelt, innerhalb der Arten und zwischen den Arten – sowie die genetische Vielfalt innerhalb der Arten und die Vielfalt ihrer Lebensräume. Biologische Vielfalt ist die Grundlage einer langfristig gesicherten Existenz des menschlichen Lebens auf der Erde.

Mehr Informationen finden Sie unter http://www.undekade-biologischevielfalt.de.

 

 

 

Vermittlung von Wissen über ökologische Zusammenhänge und die biologische Vielfalt unserer Natur

Die Kölner Waldschule wurde auf Initiative der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Köln e.V. Ende 1984 gegründet. Den damaligen Begründern und dem heutigen Waldschullehrer Herr Küchenhoff war und ist es ein besonderes Anliegen, Schülern und Schülerinnen aus der Großstadt Köln Möglichkeiten für ein aktives und erlebnisorientiertes Naturerleben zu bieten.

Der Unterricht in unserer Waldschule unterscheidet sich deshalb zu dem in der Regelschule durch die Vermittlung von Wissen nach einem reformpädagogischen Konzept. So ist schon der Raum der Waldschule selbst durch seine vielen Exponate, Aquarien und Terrarien ein beeindruckendes Erlebnis für die Kinder. Nicht nur das Betrachten der „tierischen Bewohner“ der Waldschule ist ausdrücklich erwünscht, sondern auch der direkte Kontakt. Ängste können durch diese Kontakte direkt abgebaut und in Faszination umgewandelt werden. Ganz nebenbei erlangen die Kinder Artenkenntnisse und Verständnis für ökologische Zusammenhänge und die biologische Vielfalt. Der Unterricht trägt somit zum Aufbau eines verantwortungsvollen und kompetenten Umweltdenkens und schließlich Handelns bei.

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Das Waldgebiet um Gut Leidenhausen, die angrenzende Wahner Heide und der Königsforst bieten mit ihren vielfältigen Waldformationen und Lebensräumen ein ideales Exkursionsgebiet für den naturbezogenen Unterricht. Bei unseren Exkursionen in dieses Gebiete steht das „selber Erleben“ im Vordergrund, durch Spiele werden darüber hinaus alle Sinne angesprochen. Der Wald und die Natur sind dann das Klassenzimmer. Dabei ist es selbstverständlich, dass hier auch ein Waldsofa oder Tipi zum Ausruhen zur Verfügung stehen, diese können aber durch die Kinder ständig kreativ verändert werden.

Die Vermittlung des Wissens ist nach dem von J.Cornwell benannten Prinzip des „Flow Learnings“ geprägt. Hiernach wird in Phase 1 die Begeisterung der Kinder geweckt, in Phase 2 die Konzentration der Wahrnehmung verbessert und in der wichtigsten Phase 3 die unmittelbare Naturerfahrung gesammelt. Phase 4 dient der Reflexion.

In dem geräumigen Unterrichtsraum können die Freilandbeobachtungen dann vor- und nachbereitet werden. Darüber hinaus ermöglichen das benachbarte „Haus des Waldes“ (Waldmuseum), die Greifvogelschutzstation, das Obstmuseum sowie die Rot- und Schwarzwildgehege im Erholungsgebiet Leidenhausen die Vertiefung und Erweiterung einzelner thematischer Aspekte, sowie den Kontakt mit lebenden Tieren. Besonders im Bereich der Thematik „Greifvögel und Eulen“ ergeben sich aufgrund der Einbeziehung lebender Tiere in den Unterricht spannende und freudige Begegnungen zwischen Kind und Tier.

 

Mögliche Unterrichtsthemen sind:

  • Walderlebnisexkursionen
  • Bestimmungsübungen zu Bodentieren
  • Greifvögel und Eulen
  • Bestimmung von Blumen, Sträuchern und Bäumen
  • Makroskopische Gewässeruntersuchungen
  • Ökologie des Waldes
  • Unterrichtsveranstaltungen im „Haus des Waldes“
  • Geplant sind auch Besuche im „Waldlabor Köln“

Durch eine gemeinsame Vorbereitung und Vorbesprechung mit den Lehrern und Lehrerinnen wird eine sinnvolle Integration des Waldschulbesuchs ins Unterrichtsgeschehen der Schule gewährleistet. Auf diesem Wege stellen wir sicher, dass die jeweiligen Inhalte den unterschiedlichen Altersstufen und Schulformen entsprechend ausgewählt und umgesetzt werden.

Zu unseren Besucher zählen im Wesentlichen die Kinder im Grundschulalter, wobei auch viele Kinder aus Förderschulen sowohl mit geistiger, körperlicher oder emotionaler Störung den Unterricht besuchen. Als Schule haben Sie die Möglichkeit, an einem Tag das Unterrichtsangebot der Waldschule wahrzunehmen. Herr Küchenhoff steht sowohl für den Unterricht, als auch für die Beratung und Unterstützung der Lehrer und Lehrerinnen zur Verfügung.

  

Terminvergabe

Die Terminvergabe erfolgt einmal jährlich am 1. März per Emailanfrage an waldschule-koeln@online.de. Schulen, die einen Termin erhalten haben, werden hierüber im laufenden Monat per Email informiert.

Die Waldschule wird unterstützt durch die Stadt Köln.

Hinweis für Lehrer/innen und Besucher der Waldschule-Köln

Die Waldschule möchte das ökologische Denken und und das Wissen über die biologische Vielfalt der Kinder fördern.

Wir haben das Thema „Müllvermeidung“ in unser Schulprogramm mit aufgenommen und möchten hierdurch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Wir möchten Sie bitten den Kindern ein möglichst gesundes Frühstück für den Besuch der Waldschule mitzugeben. Chips, Cola, Gummibärchen sollten durch Früchte und Gemüse ersetzt werden. Verpackungen, soweit es sich um „Wegwerfverpackungen“ handelt, sollten vermieden werden. Wiederverwendbare Kunststoffdosen sind natürlich gerne gesehen.

Die Kinder sollen sich einen Überblick über die selbstverständlich gewordene Gewohnheit im Umgang mit unnötiger Verpackung und dem enstehenden Müll machen. Soweit Sie unser Vorhaben unterstützen wollen, werden wir am Unterrichtsende die Menge an entstandenem Müll wiegen und durch die Anzahl der Teilnehmer teilen. So erhalten wir eine Müllquote pro Teilnehmer in Gramm. Wir werden die Daten aufnehmen und vergleichen. Halbjährlich werden wir die Klasse mit der geringsten „Müllquote“ in unseren Mitteilungen aufführen und jeden Schüler mit einer Freikarte zu einem Museumsbesuch in unser „Haus des Waldes“ belohnen.

Ich wünsche allen Teilnehmern einen großen Erfolg und danke Ihnen schon jetzt für Ihre Bemühungen im Sinne des Umweltschutzes.

Frank Küchenhoff, Schulleiter Waldschule

Kontakt:

Waldschullehrer: Herr Frank Küchenhoff

Tel.: 02203  102 33 76

E-Mail: Waldschule <waldschule-koeln@online.de>

Waldschullehrer Frank Küchenhoff

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kooperation Waldschule und Fachdidaktik Biologie der Universität Köln

Die Ausbildung zum Lehrer, ist wie bei anderen Studiengänge auch, auf Bachelor und Master Studiengänge umgestellt worden. Diese sehen vor, dass Studenten schon im 2. Semester praxisbezogen in einer Schule eingesetzt werden. Dies bedeutet, dass Studenten im 2. Semester ein fünf-wöchiges Praktikum an einer Schule absolvieren müssen. Dieses Praktikum kann aufgeteilt werden in drei Wochen an einer Regelschule und zwei Wochen an einem anerkannten außerschulischem Lernort, wie z.B. die Waldschule Köln.

In der Waldschule Köln hospitieren die Studenten in diesen zwei Wochen dem Waldschullehrer und üben sich mit seiner Hilfe in der Durchführung des Unterrichtes. Zum Ende des Praktikums erfolgt eine Art Lehrprobe, bei der eine gymnasiale Schulklasse eingeladen wird und die Studenten gemeinsam, jeweils 90 min Unterricht gestalten. Diese Lehrprobe wird von Herrn Küchenhoff mit einem Schein attestiert und bewertet. Darüber hinaus haben die Studenten ein Portfolio anzufertigen, das durch die Dozenten der Hochschule bewertet wird. Zum Abschluss findet eine ausführliche Besprechung statt.

Zu der Kooperation mit der Fachdidaktik Biologie gehört für Herrn Küchenhoff auch der regelmäßige Besuch von Veranstaltungen und Vorlesungen in der Universität, sowie die Betreuung von Studenten bei Fragen zum Praktikum. Für das Jahr 2013 sind insgesamt fünf Prüfungstage vorgesehen, an denen jeweils zwei oder vier Studenten als Team die Lehrproben in der Waldschule abhalten. Herr Küchenhoff hofft durch diese Kooperation Multiplikatoren auszubilden, die den Unterrichtsgedanken der Wald- und Erlebnispädagogik nach Cornell weitervermitteln.

 

Rechenschaftsbericht Waldschule Köln 2012

Besuch von 123 Grundschulen mit      3.321 Kindern

Besuch von 14 Förderschulen mit           177 Kindern

      Gesamt:        3.498 Schüler/Innen

Veranstaltungen mit Studenten der Universität Köln und Schülern Gymnasium: 8 Tage

Studienseminare für Referendare: 2

Fortbildungsveranstaltung: 1

 

Rechenschaftsbericht Waldschule Köln 2013

Besuch von 167 Grundschulklassen mit     3.996 Kindern

Besuch von 9 Förderschulen mit                         70 Kindern

Besuch von 4 weiterführenden Schulen mit    107 Kindern

Besuch von 2 Kitas mit                                           44 Kindern

Gesamt:            4.217 Kinder

Sondergruppe Förderschule für emotional und psychisch gestörte Kinder

Beteiligung an den Waldjugendspielen

St. Martinsumzug mit 65 Kindern

31 Kindergeburtstage mit 311 Kindern

 

Rechenschaftsbericht Waldschule Köln 2014

Besuch von 196 Schulen – 4.352 Kindern

Grundschulen 151; Förderschulen 38, weiterführende Schulen 7; Kita 3.

Besuch Kindergeburtstage – 327 Kinder

Besuch KinderUni – 50 Kinder

Besuch Ferienprogramm – 265 Kinder

Beteiligung an Waldjugendspiele – 270 Kinder

Projektwoche und regelmäßige Unterrichtseinheiten E-Schule

Ausbildung Lehramtskandidaten Fachdidaktik der Biologie, Universität zu Köln

Ausbildung und Betreuung FÖJler

 

Rechenschaftsbericht Waldschule Köln 2015

Im Jahr 2015 besuchten 266 Schulen mit 5525 Kindern die Waldschule Köln.

Diese gliederten sich in:

191 Grundschulen

66 Förderschulen

9 weiterführende Schulen (Gymnasien)

hinzu kamen:

47 Kindergeburtstage mit 486 Kindern

9 Prüfungstage mit Lehramtsstudenten der Uni Köln und weiterführenden Schulen

2 Tage Kinder Uni Köln mit 50 Kindern

9 Tage Ferienprogramm im Sommer mit 193 Kindern

1 Tag Waldjugendspiele mit 257 Kindern

außerdem

-     führte die Waldschule eine Projektwoche mit der Förderschule Zülpicher Straße

-     ein regelmäßiges Nachmittagsprogramm mit der Projektschule Eduard-Mörike Schule aus Köln-Porz

-     einen Nachmittag pro Woche eine spezielle Förderung ausgewählter Schüler der Franz-List Schule Köln Porz

-     fortlaufende Ausbildung und Seminare für die Lehramtskandidaten der Fachdidaktik Biologie der  Universität zu Köln

-     das Bewerbungsverfahren, die Ausbildung und Betreuung der FÖJler

-     und einen St. Martin mit einer Klasse der Don-Bosco-Schule Köln Porz durch.

 

Waldschule Köln als Einsatzstelle für Freiwilliges Ökologisches Jahr anerkannt

Die Waldschule Köln ist vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) als Einsatzstelle für das „Freiwillige Ökologische Jahr“ (FÖJ) anerkannt worden.

In Nordrhein-Westfalen gibt es das FÖJ seit dem 01.09.1995. Es wird finanziert aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen und des Landschaftsverbandes Rheinland.
Mit dem FÖJ wird jungen Menschen ein Angebot für die persönliche und berufliche Lebensorientierung unterbreitet. Ziele des FÖJ sind vor allem:

  • die Bereitschaft junger Menschen für ein freiwilliges Engagement aufzugreifen und zu fördern,
  • durch die Vermittlung von Grundkenntnissen im Bereich des Natur- und Umweltschutzes ökologisches Bewusstsein und einen verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Umwelt zu fördern,
  • und vor allem einen Einblick in ökologische Berufsfelder zu vermitteln, um berufliche Perspektiven in Tätigkeitsfeldern mit Zukunft aufzubauen.

Das Kennenlernen verschiedener ökologischer Berufsfelder kann eine Hilfestellung bei der beruflichen Zukunftsplanung geben. Ziel ist auch die Einsicht, dass der Natur- und Umweltschutz nicht erst vor der Haustür beginnt, sondern auch für das eigene Handeln selbstverständlich wird.

Die Waldschule Köln bietet sehr gute Voraussetzung zur Durchführung des Freiwilligen Ökologischen Jahres.

In der Waldschule Köln können Schüler und Schülerinnen aus der Großstadt Köln Möglichkeiten ein aktives Naturerleben erfahren. Neben der Vermittlung von Artenkenntnissen und dem Verständnis für ökologische Zusammenhänge und die biologische Vielfalt spielen Sinneswahrnehmungen und Erlebniswerte im Vordergrund des Unterrichts. Das „Haus des Waldes“, die Greifvogelschutzstation, das Obstmuseum ermöglichen die Vertiefung und Erweiterung einzelner thematischer Unterrichtsaspekte. Zur Unterstützung des Waldschullehrers Herrn Frank Küchenhoff sind durch die Anerkennung des Landschaftsverbandes Rheinland zwei FÖJ-Stellen freigegeben.

Ab Mitte Februar können sich Bewerberinnen und Bewerber über das Internet (www.foej.lvr.de) oder direkt über den Waldschullehrer Herr Küchenhoff (www.sdw-nrw-koeln.de) bewerben. Das FÖJ dauert zwölf zusammenhängende Monate.