Wald im Klimawandel

NRW-Waldzustandsbericht 2016

Allgemeine Verschlechterung gegenüber Vorjahr – Eschensterben breitet sich aus

Pressemitteilung SDW

Der Zustand im gesamten nordrhein-westfälischen Wald hat sich im Vergleich zum Vorjahr wieder verschlechtert. “Dabei müssen die einzelnen Baumarten aber auch getrennt beurteilt werden. Buche und Fichte ging es in diesem Jahr etwas schlechter, Eiche und Kiefer haben sich hingegen weiter erholt”, sagte Lutz Falkenried, Leiter der Waldzustandserhebung von Wald und Holz NRW.

Das Eschentriebsterben nimmt in NRW dramatische Formen an. Man geht inzwischen davon aus, dass mehr als 90 Prozent der Eschen in den Wäldern Nordrhein-Westfalens von einer europaweit grassierenden Pilzerkrankung befallen werden könnten.

SDW-PM Waldzustand 2016

 

NRW-Waldzustandsbericht 2015

Pressemitteilung SDW

Der Zustand des Waldes in NRW hat sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Nach dem aktuellen Waldzustandsbericht 2015 der NRW-Landesregierung weisen 26% der Bäume deutliche Blatt- und Nadelverluste (höchste Schadenskategorie) aus. Im Jahr davor waren es noch 36%.

Aus Sicht der SDW kann aus der aktuellen Verbesserung des Waldzustandes keine Trendwende abgeleitet werden. Im Gegenteil: Der Witterungsverlauf ist ein weiterer Hinweis auf den prognostizierten Klimawandel. Ohne die Augustniederschläge wäre das Ergebnis sicherlich völlig anders ausgefallen. Die SDW fordert daher den waldumbau hin zu stabilen Mischwäldern zu forcieren.

SDW-PM Waldzustand 2015

 

NRW-Waldzustandsbericht 2013

Stete Verschlechterung setzt sich fort

SDW: Trockenstress maßgeblicher Faktor in 2013

Die Anzahl der Bäume ohne Schäden hat sich in Nordrhein-Westfalen insgesamt weiter verringert, wobei sich die Situation bei Laub- und Nadelbäumen unterschiedlich darstellt: während sich der für die Gesundheit der Bäume aussagekräftige Zustand der Baumkronen bei den Laubbäumen gegenüber dem vergangenen Jahr leicht verbessert hat, ist die Vitalität der Nadelbäume insgesamt schlechter geworden. Blendet man das Jahr 2011 mit seinen vielen Extremwerten aus, zeigt sich in der Zeitreihe ab 2009, dass sich die stete Verschlechterung des Waldzustands in der Summe aller Baumarten auch in diesem Jahr fortsetzt. Dabei haben die „deutlichen Schäden“ im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozentpunkte auf nunmehr 29 Prozent zugenommen. Mit 3 Prozentpunkten zeigen die „schwachen Schäden“ nur einen geringen Anstieg. Die deutlichste Veränderung gibt es bei den „ungeschädigten Bäumen“, deren Anteil um 7 Prozentpunkte auf jetzt 27 Prozent gesunken ist.

In Anbetracht des Witterungsverlaufes ist dieses Ergebnis für die SDW wenig überraschend. Die Wasserversorgung der Waldbestände war zwar zu Beginn der Vegetationszeit noch gesichert, aber im Zeitraum von Mitte Juni bis Anfang August folgten 3 Hitzewellen aufeinander, so dass  die meisten Wälder ab Mitte Juli unter Trockenstress litten. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass sich die Vitalität der flachwurzelnden deutlich Fichte verschlechtert hat.

Zum  Download:   SDW-PM Waldzustand 2013

NRW-Waldzustandsbericht 2012

Allgemein leichte Erholung – bis auf die Eiche

Pressemitteilung SDW

Im vergangenen Jahr mahnte die SDW eindringlich zu mehr Sachlichkeit angesichts des damals festgestellten „historisch“ schlechtesten Ergebnisses. Die Resultate der diesjährigen Waldzustandserfassung bestätigen unsere damalige Einschätzung, denn durch den in diesem Jahr günstigen Witterungsverlauf mit guter Wasserversorgung hat sich der für die Gesundheit der Bäume aussagekräftige Zustand der Baumkronen im Jahr 2012 wieder auf das alte Niveau eingependelt. Verglichen mit dem Vorjahr sind die sogenannten „deutlichen Schäden“ als Durchschnittswert gesunken, die „schwachen Schäden“ haben sich kaum verändert und die Fläche der ungeschädigten Bäume hat zugenommen. Der Gesundheitszustand der Eiche ist allerdings der schlechteste seit Beginn der Waldzustandserhebung vor 30 Jahren.

Die Waldzustandserhebung 2012 belegt einmal mehr, dass der Witterungsverlauf der maßgebliche Faktor für diese Momentaufnahme ist. Allerdings muss betont werden, dass sich die Waldschäden unverändert auf einem hohen Niveau bewegen, denn nach wie vor sind bei rund einem Drittel sämtlicher Baumarten deutliche Schäden zu verzeichnen.

Für die SDW ist die über Jahrzehnte erfolgte Akkumulierung von Schadstoffen im Boden eine maßgebliche Ursache der Waldschäden, auch wenn sich unsere Waldböden nachweislich langsam erholen. Ein immer wichtiger werdender Faktor ist zudem der Klimawandel, der langfristig zu einer Zunahme von Hitze- und Trockenperioden sowie Sturmereignissen führen wird. Aus Sicht der SDW muss daher mit Nachdruck das Ziel verfolgt werden, durch Begründung standortgerechter Mischwälder die Stabilität unserer Wälder zu erhöhen und damit auch das Risiko zu streuen.

Zum Download: PM NRW- Waldzustandsbericht 2012