Zielsetzung

Haus des Waldes Köln

Die Grundidee zu einer Darstellung des Waldes in Köln entstand bereits im Jahre 1965. Unter dem Arbeitstitel “Waldlehrschau” wurde die Planungskonzeption seit 1977 neu aufbereitet. Vom Eröffnungstage an soll die ständige Ausstellung in Leidenhausen – Haus des Waldes – heißen.

Der Besucher, der das Haus des Waldes betritt, erlebt zunächst eine Einführung in die Geschichte des Waldes des Kölner Raumes. Er erkennt, dass diese Geschichte des Waldes eng verbunden ist mit der Menschheitsgeschichte. Er kann sich ein greifbar nahes Bild machen vom “Leben früher”. Der Weg durch den ersten Teil der Ausstellung zeigt, dass sich der Wald im Laufe der Zeit gewandelt hat, wie auch die menschlichen Gesellschaftsformen und die gesellschaftspolitischen Zielvorstellungen sich gewandelt haben.

In den folgenden Abteilungen werden die Zusammenhänge von Wechselbeziehungen zu Einzelthemen des Naturhaushaltes und der biologischen Vielfalt des Waldes erläutert. Das mannigfaltige Leben im Waldboden, das Werden und Vergehen, der biologische Kreislauf alles geheimnisvolle und komplizierte Vorgänge, sind anschaulich dargestellt. Waldgesellschaften sind mehr als nur lauter Bäume.

Die Wissenschaft der Dendrochronologie macht deutlich, was die Jahrringe uns alles zu erzählen haben. Wie die Saftströme im Baum funktionieren, was dieses Sonnenkraftwerk Chlorophyll schafft, das erfahren wir aus der Leuchtgraphik Baum. Zu den niederen Organismen des Waldes gehören die Pilze. Ein Thema ist das Ulmensterben. Die Ulmen gehen schließlich an einer Pilzerkrankung zugrunde, die Zusammenhänge werden gezeigt.

Der Wald ist die Heimat vieler Tiere. Wir lernen die bei uns vorherrschenden Lebensgemeinschaften kennen. Zur besseren Einordnung, der eigenen Umgebung dient der Überblick der Waldzonen der Erde. Dem Zuschauer wird deutlich, dass alle Epochen, die es im Rheinland in den vergangenen Jahrmillionen gegeben hat, heute noch in den verschiedenen Teilen der Welt vorkommen.

Die Beschriftung zu den Einzelthemen wie auch der Objekte ist bewusst knapp gehalten. Ausführliche Beschreibungen sind einem Führer vorbehalten, der sich nicht als Katalog versteht. Der Katalog führt jedes Ausstellungsstück einzeln auf, jedes Objekt ist ein Unikat. Die Objekte im Haus des Waldes sind austauschbar, sie stehen beispielhaft für eine Lebensform. Es ist eine didaktische Auswahl. Der Besucher soll sich zuerst einmal in der Ausstellung wohlfühlen, die Form der Präsentation soll ihn erfreuen. Das macht ihn bereit, die Information aufzunehmen. Zur besseren Orientierung ist ein Leitsystem für die Ausstellung entwickelt. Es besteht aus gleich gestalteten Tafeln mit Graphik und Informationstexten. Mit dem Haus des Waldes wird in Köln eine Lücke geschlossen, die der Krieg durch die Zerstörung des naturkundlichen Heimatmuseums im Stapelhaus gerissen hat.

image001

 

 

Das Haus des Waldes wurde 1982 gegründet. Der Ausbau erfolgte Mit Unterstützung der Nordrhein-Westfalen- Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege

 

Rechenschaftsbericht 2015

Die Sonderveranstaltungen im Haus des Waldes haben dazu geführt, dass auch hier eine Vielzahl an Besuchern zu verzeichnen waren.

Besucher insgesamt: 4.071

Besucher an normalen Öffnungstagen 1.876 (davon 531 Kinder, 1345 Erwachsene)

Dazu bei Sonderveranstaltungen: 2.195 (darunter 320 bei Imkerveranstaltungen, 152 bei Jägerseminaren, 381 bei anderen Seminaren, 487 bei Tagungen und Ausstellungseröffnungen, 135 bei Konzerten.)